Anwaltskanzlei
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Familienrecht

Familienrecht ist als Oberbegriff für alle sich aus der Verwandtschaft ergebenden Rechtsfragen zu verstehen. Die Zuständigkeit des Familiengerichts erstreckt sich nicht nur auf die Streitigkeiten im Rahmen einer Scheidung, Fragen des Unterhalts und der Interessen der Kinder. Einige weitere mögliche Rechtsgebiete zeigen wir nachfolgend auf.

Die Scheidung stellt die Aufhebung der Ehe dar und ist vom Gericht auszusprechen.

Bereits mit der Trennung entsteht die Frage nach Höhe und Dauer des Unterhalts für Kinder und Ehegatten. Für Kinder ändern sich die Ansprüche u.a. mit dem 6., 12. und 18. Geburtstag oder bei einer beginnenden Ausbildung. Bei Ehegatten sind der Trennungsunterhalt und der nacheheliche Unterhalt zu unterscheiden. Häufige Fragen erstrecken sich auf die Schuldentilgung und die zu berücksichtigenden Einkommensverhältnisse des Unterhaltspflichtigen sowie die Erwerbsverpflichtungen. Die Durchsetzung und Abänderung dieser Ansprüche und Verpflichtungen sind oft kurzfristig im Wege des vorläufigen Rechtsschutzes gerichtlich durchzusetzen.

Die Nutzung der Ehewohnung und der Hausratsteilung sind zumeist bereits im Zeitpunkt der Trennung dauerhaft zu regeln.

Das eheliche Güterrecht bestimmt die Fragen nach gleichmäßiger Teilhabe an dem in der Ehe erworbenen Vermögen. Dabei können Ausgleichsansprüche aus einem Zugewinn möglicherweise erst nach einzuklagenden Auskünften und Bewertungen von Vermögensgegenständen durchzusetzen sein. Hier spielen u.a. Schenkungen, Erbschaften und voreheliche Vermögenswerte eine entscheidende Rolle.

Bei einer Scheidung wird regelmäßig der Versorgungsausgleich von Amts wegen durchgeführt. Dabei erfolgt eine gleichmäßige Verteilung aller von den Eheleuten während der Ehezeit erworbenen Anwartschaften oder Anrechte auf Alters- und Invaliditätsrenten. Hierzu gehört u.a. der Ausgleich von Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersversorgung, berufsständischen Versorgungen oder auch Rentenlebensversicherungen.

Das Sorgerecht umfaßt die elterliche Verantwortung für die Kinder. Neben dem Regelfall der gemeinsamen elterlichen Sorge kann in begründeten Fällen auf Antrag auch einem Elternteil das Sorgerecht ganz oder teilweise (Aufenthaltsbestimmungsrecht) übertragen werden.

Unabhängig hiervon ist das Umgangsrecht. In besonders gelagerten Fällen kann es nur zu behütetem Umgang oder gar einem zeitlich begrenzten oder gänzlichen Ausschluß des Umgangs kommen.

Daneben gibt es auch Unterhaltsansprüche der Eltern gegen ihre Kinder z.B. aufgrund eingetretener Pflegebedürftigkeit im Alter.

Es sind noch viele weitere Rechtsfragen denkbar. Die Besonderheit der persönlichen Betroffenheit sollte Anlaß sein, einvernehmliche aber auch vertretbare Lösungen und Wege aus den aufgetretenen Differenzen zu finden. So ist neben der gerichtlichen Durchsetzung der Rechte auch die außergerichtliche Vertretung und vorsorgende Beratung ein wichtiger Aspekt unserer Tätigkeit.